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Index

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Zusammenfassung Quo vadis Welt? Angesichts wachsender globaler Krisen scheint es geboten, einen Schritt zurückzutreten und bestehende Paradigmen unseres Denkens und Handelns zu revidie- ren. Ökologische, systemische Ansätze und Fragen nach Diversität und Nachhaltigkeit werden dabei auch in puncto Technologie und Digitalisierung immer dringender. mur.at begibt sich mit dem Jahresprojekt 2021 mitten in diese Thematik. Durch künstlerische, praktische und diskursive Arbeit werden Lösungsansätze zu entwickeln versucht. Dabei steht lokale Aktivität im Spannungsfeld mit globaler Vernetzung und Austausch.

Hypothesen

Mehr denn je ist es heutzutage eine essentielle Notwendigkeit, genauestens zu hinterfragen, wie wir zukünftig Technologien verwenden wollen, wie wir autonome Strukturen stärken können und alternative digitale Werkzeuge entwickeln und bereitstellen können. Welche alternativen Strategien können wir dem Überwachungskapitalismus und der neuartigen maschinellen Überzeugungssysteme der Silicons entgegensetzen? Können wir überhaupt noch autonom agieren? Wie nachhaltig ist unser digitaler Lebensstil und unsere digitalen Infrastrukturen? Können wir wirklich grüner leben und Ressourcen sparen in hypervernetzten Häusern und Städten als ein Teil des ‚Internet of everything‘?

Hintergrund

Die Corona-Pandemie zwingt weltweit viele Länder in unterschiedliche Phasen des Lockdown, einhergehend mit massiven Einschränkungen des Alltagslebens sowie der demokratischen Grundrechte. Unter dem Titel „Ausnahmezustand” versuchen nationale Krisenmanagements einen kalkulierbaren Umgang mit der Pandemie sicherzustellen: Testreihen und Technologien wie „Tracing-Apps” versprechen statistisch überprüfbare Modelle für eine sofortige Reaktion auf steigende Infektionszahlen und eine schnellere Rückkehr zu einer „neuen Normalität“. Diese Narrative stellen Innovation und Technologie als Allheilmittel dar. Ähnlich wie mit einer „Smartness“ des Alltags und des Urbanen wird versprochen, Herausforderungen wie Klimawandel, Überbevölkerung, Finanzkrise, Sicherheitsbedrohungen, usw.